Erfüll dir deine Träume!

Sonnenaufgang in Baum AleeWenn wir ein Ziel erreichen wollen, dann müssen wir den Weg kennen, der uns ans Ziel bringt. Wir müssen die Schritte kennen, die uns weiterbringen und die Reihenfolge dieser Schritte einhalten. Wenn Menschen ein Ziel nicht erreichen, liegt es nicht daran, dass es unmöglich wäre. Meist geben sie nur nach einigen Schritten auf, weil Ihnen der Rest zu mühsam erscheint.  Oder sie glauben, wichtige Schritte überspringen zu können, was leider nicht funktioniert.  Wenn Sie, lieber Leser, ein Lebensziel bis jetzt nicht geschafft haben, überprüfen Sie, welcher der nachfolgenden Schritte noch gegangen werden muss.

 

Idee (Geistige Energie geben)

 

Sie haben keine Idee, was Sie eigentlich von Ihrem Leben erwarten? Sie leiden unter der Bedeutungslosigkeit Ihres Daseins?  Dann wird es Zeit, dass Sie Ihren Sinn finden, denn Sinnlosigkeit kann krank und depressiv machen, wie Viktor Frankl herausgefunden hat.

Dabei ist es ganz leicht, seine Aufgabe herauszufinden, denn Sie tragen diese schon längst in sich. Eigentlich spüren Sie ganz genau, was Sie vom Leben wollen. Aber man hat es Ihnen vielleicht ausgeredet und Ihre Ideen waren unerwünscht: „Schlag Dir diese Spompernadeln aus dem Kopf. Träume sind Schäume. Was du da willst, ist unrealistisch, das wirst du sowieso nie. Schuster bleib bei deinem Leisten.“

Wie jeder Indianer weiß, muss ein Mensch erst eine Vision finden, bevor er zur Tat schreiten kann.  Visionen sind Traumbilder, die aus unserem Unbewussten aufsteigen und uns den Weg weisen. Daher mein Rat: Träumen Sie, träumen Sie, soviel Sie können.  Genießen Sie das schöne Gefühl, dass in den Träumen alles möglich ist und Sie dabei frei von den Härten der Realität sind. Träumen Sie am Tag und reflektieren Sie die Träume der Nacht. Erinnern Sie sich an Ihre Jugendträume, die man Ihnen ausgeredet hat oder die Sie aufgegeben haben.

Ihre Träume sind kreative Produktionen Ihres Gehirns.  Da Ihr Gehirn ständig arbeitet, also auch im Schlaf, tragen Sie eine konstante Quelle der Kreativität mit sich herum, die Sie nur anzapfen müssen.

Setzen Sie sich entspannt in Ihren bequemsten Sessel und schließen Sie die Augen. Wandern sie mit Ihrer Aufmerksamkeit von den Zehen bis zum Kopf durch den Körper. Nehmen Sie jeden Körperteil bewusst war und entspannen Sie ihn: „Ich spüre meine Zehen, die Zehen entspannen sich. Ich spüre die Fußsohlen, die Fußsohlen entspannen sich. Ich spüre die Waden und sie entspannen sich. Die Entspannung steigt langsam höher zu den Knien, den Oberschenkeln und hinauf bis ins Becken. Es entspannen sich der Bauch, der Magen, der Brustkorb – Schulter, Oberarme, Unterarme und Hände. Es entspannt sich die Wirbelsäule, Wirbel für Wirbel. Es entspannen sich der Hals, Unterkiefer, Oberkiefer, Nase, Augen und Stirn. Nun genießen Sie die Entspannung.“

„Wenn Sie entspannt sind, lassen Sie Ihre Gedanken schweifen. Legen Sie das Alltagsdenken ab und machen Sie den Kopf leer und frei. Versuchen Sie gar nichts Bestimmtes zu denken und konzentrieren Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Punkt zwischen Ihren Augenbrauen, den die Inder das dritte Auge nennen.  Gehen Sie davon aus, dass Ihr Gehirn Ihnen alles zur Verfügung stellen wird, was Sie brauchen.

Registrieren Sie dann einfach was kommt. Lassen Sie alles kommen und gehen.  Wenn Ihnen ein Gedanke oder ein Bild gut gefällt, dann hängen Sie ihm nach und bauen Sie ihn aus.

Es kann sein, dass dabei lange nichts Aufregendes passiert – außer, dass Sie sich an diesen angenehmen Zustand der Träumerei gewöhnen. Wenn Sie diese Übung aber täglich machen, schießt irgendwann ein Gedanke ein, der Sie fasziniert und nicht mehr loslässt.  Den halten Sie dann fest und legen ihn in die Schatzkiste Ihrer kreativen Ideen – zur weiteren Verwendung.“

Wunsch (emotionale Energie geben)

 

Mit der Zeit wird sich die Schatzkiste Ihrer geistigen Ideen füllen und wird viele schöne Dinge enthalten.  Machen Sie immer wieder einen Blick hinein und betrachten Sie Ihre Schätze.  Freuen Sie sich darüber, dass Sie diese Ideen haben, denn diese machen den Reichtum Ihres Lebens aus, unabhängig davon, ob sie materielle Realität werden oder nicht.

Bald werden Sie eine oder mehrere Lieblingsideen haben, die Sie immer mehr faszinieren, je öfter Sie diese betrachten.  Mit der Zeit wird ein starker Wunsch geweckt, Sie werden das Gefühl haben, ohne Ihre Lieblingsidee nicht mehr leben zu können.  Dann wird es Zeit, die Realität in die Tat umzusetzen. Die Idee mobilisiert all Ihre seelische und körperliche Energie, macht Sie unruhig, Sie möchten etwas tun.  Sie fangen an, sich mit allen Details der Idee zu beschäftigen, reden mit Ihren Freunden darüber, suchen im Internet nach allen Informationen, die Sie darüber finden können. Sie werden immer mehr eins mit dieser Idee.

 

Positive Überzeugung (Willensenergie geben)

 

Wenn Sie diesen starken Wunsch in sich verspüren, werden Sie sich noch einmal fragen: Ist es überhaupt eine gute Idee? Bewirkt sie etwas Positives für mich und meine Umwelt? Wenn ich diese Idee verwirkliche und all meine Energie hineinstecke, dient dies dann dem Sinn meines Lebens und wird es mich glücklich machen?

Lassen Sie nun ruhig alle Kritik zu, die Ihnen zu Ihrem Projekt einfällt. Registrieren Sie die Einwände Ihrer Freunde. Stellen Sie Kosten-Nutzen-Rechnungen an.  Fragen Sie sich, ob Sie diese Idee wirklich auf Dauer aushalten, wenn Sie Ihr Leben damit verschmelzen.  Dann kann es sein, dass Sie manche schöne Idee wieder in die Schatzkiste zurücklegen und Sie lieber weiter in der angenehmen Welt der Träume wachsen lassen.

Wenn Sie aber zu dem Schluss kommen, dass Ihr Wunsch nach dieser Idee nicht ignoriert werden kann, die Vorteile überwiegen und die Idee im Wesentlichen eine gute Sache ist, dann legen Sie die Kritik beiseite in die Kiste der berechtigten Einwände. Dort lassen Sie sie ruhen und holen diese nur dann wieder  heraus, wenn bei Ihrem Projekt Fehler oder Hindernisse auftauchen.

Nun treffen Sie die Entscheidung, Ihre Idee mit allen Konsequenzen zu verwirklichen. Sie beschließen, all Ihre Energie in die Verwirklichung Ihres Plans zu stecken. Sie werden so lange daran arbeiten und alle auftauchenden Fehler ausbessern, bis Sie am Ziel Ihrer Wünsche sind. Trainieren Sie nun täglich die Überzeugung, dass Ihr Plan Wirklichkeit werden wird und dass nichts Sie mehr aufhalten kann, wie immer lange es dauert.

Setzen Sie sich dabei entspannt in Ihren Sessel. Machen Sie wieder die Entspannungsreise durch den Körper von den Zehen bis zum Kopf. Formen Sie dann aus Ihren Händen zwei Schaufeln, so als wollten Sie Wasser damit schöpfen. Verschränken Sie diese zwei Schaufeln ineinander und legen Sie die Hände, die nun wie eine Zugkupplung aussehen, an Ihr Herz.  Diese Ganesha-Übung, benannt nach der indischen Elefantengottheit, verleiht Willenskraft und Mut.

Betrachten Sie nun vor Ihrem inneren Auge die Idee, und zwar so, wie diese aussehen wird, wenn Sie bereits am Ziel sind. Malen Sie sich diese Zukunft in allen Details aus, als ob sie schon Gegenwart wäre. Versetzen Sie sich selbst in dieses Bild hinein und erleben Sie, wie sich die verwirklichte Idee anfühlt. Genießen Sie in Gedanken die Freude, die Erfüllung Ihrer Idee zu erleben.

Sprechen Sie in Gedanken folgende Sätze:  „Mein Plan ist Realität.  Ich bin ganz sicher, dass er verwirklicht wird. Mein Unbewusstes wird mir alles zur Verfügung stellen, was ich dazu brauche.  Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich ans Ziel meiner Träume gelange.  Nichts kann mich aufhalten. Ich bin schon jetzt voller Freude über das Gelingen meines Plans und diese Freude verdoppelt meine Energie.“

 

Form geben

 

Lange Zeit machen Sie gar nichts außer dieser Übung.  Strengen Sie sich noch nicht mit äußeren Aktivitäten an, das wäre zu früh und Ihre Anstrengungen würden verpuffen. Vertrauen Sie auf Ihre innere geistige Kraft. Ihr inneres Bild wirkt wie ein Sender, der Funkwellen ausschickt, die langsam ein Echo Ihrer Umwelt hervorrufen. Jede Übungswiederholung ist wie ein weiterer Trommelschlag, der immer lauter auf Ihre Idee aufmerksam macht.

Nach dem Gesetz der Synchronizität werden die Bestellungen beim Universum früher oder später erhört. Die materielle Umwelt reagiert und antwortet mit Gelegenheiten, die zu Ihrer Idee passen. Sie nehmen vermehrt Situationen war, in denen sich Ihre Idee verwirklichen ließe. Sie entdecken Vorbilder, die Ihnen auf dem Weg der Idee schon vorausgegangen sind und von denen Sie sich etwas abschauen können.  Sie entdecken, dass Ihre Idee bereits in verschiedenen Formen und Strukturen auf der Welt realisiert ist. Da Sie Ihre Idee pflegen, entdecken Sie viele Formen, die dazu passen, was andere auf den ersten Blick gar nicht erkennen würden.

Wieder müssen Sie sich entscheiden.  Sie können nicht alle Aspekte Ihrer Idee gleichzeitig beginnen, sondern müssen sich für eine der möglichen Formen entscheiden.  Wenn Sie z.B. unterrichten wollen, müssen Sie entscheiden, ob Sie Volksschul-, Hauptschul-, Gymnasiallehrer oder Erwachsenenbildner werden wollen. Wenn Sie den Traumpartner finden wollen, müssen Sie sich für einen konkreten Menschen entscheiden. Damit docken Sie Ihre Idee endgültig an die materielle Realität an.

Vielleicht gefallen Ihnen die existierenden Vorbilder nicht.  Dann erfinden Sie ihre eigene Form, die Sie dann als etwas Neues in die Welt setzen.  Dabei werden Sie sich das Beste aus den bestehenden Vorbildern aussuchen und das Ganze in eine neue Gestalt zusammenfügen.

Die Form ist wie ein Gefäß, das den Fluss Ihrer Gedanken und Bilder bündelt.  Da jede Idee ständig in Bewegung ist, muss sie durch eine Form zusammengehalten werden, damit Sie sich nicht in der Fülle der Möglichkeiten verzetteln. Durch die Form bekommt Ihre Idee Beständigkeit, um die Widrigkeiten des Alltags zu überleben.  Wenn Sie sich immer wieder auf Ihre gewählte Struktur besinnen, entwickeln Sie die Ausdauer, die Sie bis ans Ziel trägt.

 

Raum geben

 

Nun ist es Zeit, dass Ihre Form Boden unter den Füßen bekommt.  Sie brauchen einen Standort, wo Sie Ihre Form aufstellen können. Dies kann ein Grundstück sein, eine Wohnung, ein Zimmer  oder ein Schreibtisch.  Es kann auch Ihr Lieblingsplatz in der freien Natur sein, oder ein Weg, den Sie gerne gehen.

Wählen Sie ihren Standort gut aus. Viele Projekte sind an einem falschen Standort gescheitert.  Wenn Sie z.B. ein Geschäftslokal kennen, das alle 6 Monate einen neuen Inhaber hat, dann mieten Sie es nicht, auch wenn es praktischerweise gerade frei ist. Dieser Standort zieht offensichtlich nicht genug Kunden an und darum geben alle Kaufleute nach kurzer Zeit wieder auf. Der Erfolg von Firmen beruht oft darauf, den Standort bei Bedarf zu wechseln, immer bessere Standorte zu finden, die mehr Erfolg versprechen. Deshalb werden ganze Fabriken verlagert, wenn sich ein Standort als nicht optimal herausstellt.

Prüfen Sie mögliche Standorte genau.  Setzen Sie sich in den ins Auge gefassten Raum und testen Sie darin verschiedene Plätze aus. Horchen Sie in sich hinein, ob Sie ein gutes Gefühl dabei haben.  Schauen Sie sich die Umgebung des Standortes an. Ist es ruhig, sonnig, gibt es genügend Kontaktmöglichkeiten?

Entscheiden Sie sich für den Platz, an dem Sie das beste Gefühl haben. An diesem Platz verankern Sie Ihre Idee.  Hier stellen sie Ihren Sendemasten auf, der die Funkwellen Ihrer guten Idee nach alle Richtungen ausstrahlt.

Überlegen Sie nun, wieviel Raum und Platz Ihre Idee benötigt, um sich entfalten zu können.  Knausern Sie nicht, sondern gönnen sie sich so viel Raum wie nötig.  Wie soll sich eine gute Idee in einem vollgestopften Kellerverschlag entfalten können? In großzügigen leeren Räumen wird Ihre Idee hingegen sehr schnell den bereitgestellten Raum ausfüllen.

Durch den Raum können sie die Form Ihrer Idee konkretisieren. Die Aufteilung der Zimmer und Möbel legt meist die Struktur Ihres Plans für alle sichtbar fest.  Wenn jemand z.B. eine Arztpraxis betritt, ist durch die Beschilderung der Räume schon ohne Worte klar, was geschehen wird. Man meldet sich im Büro der Sprechstundenhilfe an, nimmt dann im Wartesaal Platz, bis man aufgefordert wird, das Allerheiligste des Arztzimmers zu betreten. Wenn es auch ein Therapiezimmer gibt, ist mit Behandlungen oder Laboruntersuchungen an Ort und Stelle zu rechnen. Der Arzt spart sich durch die Anordnung seiner Praxis viel Energie, die er sonst für das Instruieren der Ablaufstruktur vergeuden würde.

Die Wände, die Sie Ihrem Raum geben, sind gleichzeitig die Schutzmauern, die schädliche Einflüsse und Störungen fernhalten. Die Türen filtern das Nützliche, das Sie hereinlassen vom Unerwünschten, das Ihre Idee gefährdet. Durch Reinigen, Lüften, Räuchern und Aufräumen können Sie negative Energie immer wieder loswerden und sich in den positiven  Anfangszustand zurückversetzen.

 

Zeit geben

 

Nun kommen wir zum Punkt, mit dem alle Zauberlehrlinge das größte Problem haben.  Das Werkel steht, man hat schon viel investiert und dann wird man ungeduldig.  Der Erfolg soll sich  möglichst sofort oder zumindest sehr schnell einstellen. Man will gleich berühmt werden und viel Anerkennung bekommen.

Den schnellen Erfolg zu versprechen ist eine beliebte Werbestrategie („Gesund in fünf Sitzungen.“ „Eine Operation und Sie haben nie wieder Schmerzen“).  Diese Versprechen halten aber meistens der Realität nicht stand. Wie wir bei Goethes Zauberlehrling sehen, kann ein schneller Erfolg sogar gefährlich sein, selbst wenn er sich einstellt. Dann schießt plötzlich so viel Energie in eine junge Struktur ein, dass diese zerfetzt und der Wassermassen nicht Herr wird.

Ihre Idee braucht Zeit, um langsam und organisch wachsen zu können. Wie eine Pflanze muss sie sich langsam aufrichten, damit ihre Struktur im Gleichgewicht zwischen Veränderung und Stabilität bleibt. Jedes Wesen dieser Welt hat eine innere Zeitspanne, die es braucht, um sich verwirklichen zu können.  Diese Zeitspanne reicht von wenigen Tagen bei der Fliege bis zu 150 Jahren bei der Schildkröte.

Überlegen Sie also, wieviel Zeit Sie mit Ihrer Idee verbringen wollen, Schließen Sie nötigenfalls einen Kompromiss zwischen dem Zeitmaß, welches für die Idee optimal ist, und dem Ausmaß der Lebenszeit, die Sie dafür hergeben wollen. Ihre Lebenszeit ist das Wertvollste, was Sie haben. Beschenken Sie Ihre Idee reichlich damit und diese wird es ihnen um ein Vielfaches mit Erfolg vergelten.

Laut moderner Physik ist unsere Realität die Entfaltung von Formen in der vierdimensionalen Raumzeit.  Stellen Sie sich daher Ihre Idee als Zeitgestalt vor: Klein und verwundbar am Anfang, kräftig und stark in der Mitte, entspannt und abgeklärt am Ende.  Sie können die Durstrecke am Anfang gut aushalten, wenn Sie den Zeitpunkt schon ahnen, wo sich Fülle und Reichtum einstellen werden. Machen Sie sich klar, dass auch Oskarpreisträger und Nobelpreisträger einmal so klein angefangen haben wie Sie.

 

Handeln (Rituale u Wiederholungen)

 

Sie haben Ihrer Idee eine Form gegeben, sich Raum und Zeit dafür genommen. Nun müssen Sie in die Hände spucken und die Sache anpacken.

Arbeit besteht aus festen Ritualen, die in Rhythmen wiederholt werden.  Jeder Beruf braucht seine Rituale, um gute Qualität liefern zu können. Partnerschaft verkümmert, wenn man die Rituale der Liebe vergisst. Das Ritual ist Ihr Abrakadabra, mit dem Sie Ihre Idee nun tatsächlich herbeizaubern können.

Wie stellen wir uns einen Zauberer vor? Er spricht einen Zauberspruch, schwingt den Zauberstab und beschwört  ein Bild, das er herbeizaubern will.  Wenn er dies lange und intensiv  genug tut, stellt sich der gewünschte Erfolg ein.

Sprechen Sie daher immer wieder die Gedanken aus, die Ihrer Idee Form geben und vollführen Sie die Handlungen, die Ihre Idee langsam aufbauen.  Schritt für Schritt gehen Sie Ihren  Weg, Ziegel für Ziegel bauen Sie Ihr Haus. Das Ritual ist die kleinste Einheit, das Atom der Ideenverwirklichung. Ihre Idee wird sich aus unzähligen solcher Atome zusammensetzen.  Wenn der letzte Dachziegel gesetzt ist, ist Ihr Haus fertig.

Das Ritual nimmt im Kleinen das Ganze vorweg. Alle Zauberei basiert auf dem Gesetz des „pars pro toto“: Im Teil spiegelt sich das Ganze wie in einem Hologramm.  Jeder Teil wird zum Grundstein des Ganzen.  Die Bärenkralle verleiht die Kraft des ganzen Bären. Je mehr Teile gesetzt sind, desto stärker wird der Drang, das Ganze zu vollenden. Wenn die Gestalt erkennbar ist, die mehr ist als die Summe der Teile, ist etwas Neues entstanden und meist nicht mehr aufzuhalten.

Jede Arbeit hat ihren eigenen Rhythmus, eine gleichförmige Schwingung zwischen Spannung und Entspannung, zwischen Alt und Neu, zwischen Fest und Beweglich. Laut der String- Theorie besteht unser gesamtes Weltall aus kleinsten Schwingungen eines vieldimensionalen Raumes. Die Schwingungsfrequenzen aller Energieformen kann man längst messen und berechnen.

Ihre Arbeitsenergie entsteht aus dem Schwingen ihres inneren Rhythmus und jede Idee hat ihre ideale Schwingungsform.  Wie beim Elektromagnetismus kann Ihre Arbeit langwellig, mittelwellig oder kurzwellig sein. Wenn Sie die Wellenform Ihrer Idee richtig erspüren, dann wird dieser Rhythmus zum Datenträger, der die Idee nach allen Richtungen verbreitet. Sie müssen nur dranbleiben und täglich an Ihrer Idee arbeiten, damit der Funkstrahl nicht abreißt.

Wenn Sie arbeitsscheu sind und sich nicht anstrengen wollen, dann macht das auch nichts. Um eine Idee am Leben zu halten, genügt auch ein kurzes Ritual von wenigen Minuten. Entscheidend ist die tägliche Wiederholung.  Wenn Se täglich isometrische Übungen machen, dann wächst Ihre Kraft trotz geringem Aufwand.  Wenn Sie Ihrem Kind einmal am Tag liebevoll über den Kopf streicheln, dann wird dieses sich geliebt fühlen.  Wenn Sie sich einmal am Tag selbst loben, dann wird Ihr Selbstbewusstsein wachsen. Auf Grund des Kontrastgesetzes heben sich kurze Handlungen stärker vom Hintergrund ab und erhalten dadurch überproportional viel Aufmerksamkeit.  Sie müssen sich also nicht rund um die Uhr für Ihre Mission zu Tode arbeiten. Sie müssen nur dran bleiben.

 

Erprobung (Widerstand aushalten)

 

Jetzt kommt der unangenehme Teil. Wie wir schon sagten, hat jede Idee auch ihre Schattenseite.  Die Idee kann noch so gut sein, sie wird dennoch irgendjemandem auf den Geist gehen, der sich dann als Ihr Kritiker profilieren will. Je mehr Erfolg Sie haben, desto mehr ärgern sich die Konkurrenten und Neider. Durch den Einsatz für Ihre Idee haben Sie vielleicht andere Felder Ihres Lebens zu wenig beachtet und diese werden jetzt lästig.

Gerade wenn Sie sich schon kurz vor dem Ziel wähnen, taucht oft Widerstand auf und Sie erleben eine unerwartete Niederlage, wo Sie sich schon als Sieger wähnten. Dieses Phänomen ist sogar an der Börse bekannt und nennt sich dort Widerstandslinie.  Wenn ein Börsenkurs steigt, trifft er meist auf einen unsichtbaren Plafond, die Widerstandslinie, die den Kurs immer wieder nach unten drückt.

Es wäre aber verfehlt nun aufzugeben.  Wenn der Kurs die Widerstandslinie immer wieder austestet, durchstößt er sie doch und steigt dann unhaltbar nach oben.

Wenn Sie sich also in der Phase der Rückschläge befinden, werden Sie nicht nervös. Rechnen Sie von vornherein damit, dass Sie so ein Wellental durchtauchen müssen. Nehmen Sie es einfach hin und warten Sie in Ruhe ab.

Die Widerstandsphase ist eine Zeit der Erprobung.  Ihr Produkt ist jetzt fertig und bevor es die Fabrik verlässt, um möglichst weit verbreitet zu werden, muss es auf Herz und Nieren getestet werden.  Das Schicksal verhält sich jetzt wie ein Kontrollorgan, welches überprüft, ob Ihr Produkt auch dauerhaft genug ist, um die Erwartungen der Konsumenten zu erfüllen.  Alle möglichen Fehlerquellen werden durchgespielt, damit Schwächen sichtbar und noch rechtzeitig beseitigt werden, damit man nicht später ein Schweinegeld für die Produkthaftung zahlen muss.

Nehmen Sie also die Einwände Ihrer Kritiker, die sich jetzt zuhauf melden, als Chance, Ihre Idee weiter zu verbessern.  Denken Sie alle negativen Meldungen positiv um und geben Sie damit Ihrer Idee den letzten Schliff.  Ertappen Sie sich selbst dabei, wie Sie den letzten Resten negativen Denkens noch einmal auf den Leim gehen und säubern Sie Ihre Idee von all dem alten Dreck. Dadurch erhält diese den Glanz fabrikneuer Produkte.

Wenn Ihnen dies nicht gelingt, Sie in Ihren alten Befürchtungen stecken bleiben und Ihre Idee dadurch blockiert wird, verzweifeln Sie nicht.  Vielleicht müssen Sie in einer Selbsterfahrung überprüfen, welches negative Familien- oder Kindheitsmuster noch so viel Macht über Sie hat, dass die Kraft Ihrer guten Idee dagegen nicht ankommt  Sie finden einen Katalog dieser negativen Muster in meinem Buch „Die Kinder des Tantalus“. Arbeiten Sie dieses Muster mit einem Coach so lange durch, bis Sie sich davon lösen können. Danach durchbrechen Sie sehr schnell die Widerstandslinie und kommen kurz nach der Niederlage direkt ins Ziel.

 

Verfestigung, Verwurzelung

 

Nun ist die Ziellinie in Reichweite.  Ihre Idee hat die Feuertaufe überstanden und ist nicht mehr umzubringen. Ihr Kind kann auf die Welt kommen und alles, was die Idee braucht, ist schon vorhanden und angelegt. Erste Erfolge, Siege und Preise stellen sich ein. Sie haben Ihren Platz an der Sonne erobert.

Was ist jetzt zu tun? Sichern Sie als erstes Ihren Erfolg ab, sodass er durch nichts und niemanden mehr ausgelöscht werden kann. Wie eine Armee, die einen Brückenkopf im Zielgebiet errichtet hat, befestigen Sie als erstes diesen Brückenkopf, bevor Sie weiter stürmen. Wie eine Pflanze, die ihren Platz erobert hat, treiben Sie als erstes tiefe Wurzeln in den Boden, damit man Sie nicht mehr ausreißen kann. Erst dann können Sie in den Himmel wachsen.  Wie im Fußball oder beim Schachspiel lassen Sie sich nicht vom ersten Erfolg berauschen und zur vorschnellen Offensive verführen.  Sichern Sie erst Ihre Verteidigungslinie, denn mit einer schwachen Verteidigung geht man meist trotz größter Eleganz der Stürmer unter.

Erliegen Sie nicht dem Lottomillionärssyndrom. Im Rausch der ungewohnten finanziellen Freiheit geben Lottomillionäre oft ihre sicheren Bastionen auf, um alles neu zu machen. Dann sind sie oft kurze Zeit später wieder arm und unglücklich.

Wenn die ersten Erfolge kommen, bleiben Sie zunächst auf der sicheren Seite.  Machen Sie genau das weiter, was Sie zum Erfolg geführt hat und behalten Sie Ihre gewohnten Rituale bei. Jede kleine Gewohnheit, die Ihnen selbstverständlich ist, kann ein integraler Bestandteil Ihres Erfolges sein. Der erste Erfolg ist manchmal ein Kartenhaus. Man freut sich, weil man erstmals die dritte oder die vierte Kartenetage erreicht hat. Aber man darf auf keinen Fall eine Karte herausziehen, bevor man nicht sein Erfolgsmodell mit stabilerem Material gefestigt hat.

Wenn das Kartenhaus einstürzt und nach dem ersten Erfolg die große Leere kommt, verzweifeln Sie nicht. Machen Sie einfach Ihre Rituale weiter, denn nun wissen Sie ja schon, dass Sie es schaffen können.  Den zweiten Erfolg halten Sie dann fest und lassen ihn nie wieder aus.

 

Ausbreitung, Vernetzung

 

Jetzt haben Sie sich etabliert. Jeder kennt Sie und identifiziert Sie mit Ihrer Idee.  Die Arbeitsrituale, die Sie erfolgreich gemacht haben, laufen wie am Schnürchen. Die Kritiker verstummen, weil sie mit ihren Unkenrufen sowieso nichts mehr ausrichten. Negative  Botschaften beeindrucken Sie immer weniger.  Sie wissen was Sie können und es macht Spaß, genau das zu tun, was Sie tun wollen.

Jetzt tritt der paradiesische Zustand ein, von dem alle Zauberer träumen. Die Dinge organisieren sich wie von selbst.  Sie sind schon so bekannt, dass Sie nicht mehr für Ihre Idee werben müssen.  Im Gegenteil, die Leute stehen Schlange, um mit Ihnen zusammenarbeiten zu können. Ihr Produkt ist so gelungen und ausgereift, dass Sie es nur mehr vervielfältigen müssen.

Jetzt ist eine wunderbare Zeit, um in die Medien zu gehen.  Sie werden als Experte für Ihre Idee in Radio und Fernsehen eingeladen, Interviews werden Ihnen aufgedrängt.  Dadurch vervielfältigen sich wie von selbst die Gelegenheiten, wo Sie Ihre Idee für alle gewinnbringend einsetzen können. Locker und ohne Anstrengung brauchen Sie im Grunde nur da zu sein, Ihre Idee denken und ausstrahlen, wie Sie es von Anfang an tun. Im Unterschied zum Anfang haben Sie jetzt aber ein berauschendes Echo, das von Tag zu Tag ansteigt.

Wie von selbst vernetzen Sie sich mit Menschen, die ähnliche Ideen haben oder an Ihrer Idee interessiert sind. Dadurch haben Sie mehr Kontakte als Sie jemals aufarbeiten können Tollerweise verbindet Sie mit all diesen Kontakten genau das Thema, das Sie am meisten interessiert.

 

Ernten

 

Jetzt können Sie sich bequem zurücklehnen und voller Staunen zusehen, wie Ihre Idee ein Eigenleben entwickelt.  Wie ein Kind, das erwachsen wird, wird die Idee jeden Tag größer und kompetenter.  Sie müssen nicht mehr viel tun außer da zu sein und Ihr geistiges Kind als Mentor zu unterstützen.  Ihr Kind wird sich nun mit vielen Menschen austauschen und sich so ständig neue Nahrung holen.  Sie selbst brauchen es nicht mehr damit zu füttern.

Dennoch wird die Öffentlichkeit immer noch die Idee als Ihre Idee ansehen und Sie werden jede Menge Lob dafür einheimsen.  Sie baden in der Freude über Ihr Kind und in der Anerkennung der Öffentlichkeit.

Es mag Ihnen ungerecht erscheinen, dass Sie all das Lob erst am Ende des Wegs erhalten.  Aber es scheint so zu sein, dass der Jubel erst ertönt, wenn man die Ziellinie als Sieger überschritten hat. Genießen Sie es jetzt umso mehr. Die Preise, die Sie jetzt erhalten, sind Lohn und Ausgleich für all die Mühe und die harte Arbeit, die Sie auf Ihrem Weg eingesetzt haben.

Freuen Sie sich einfach.  Nehmen Sie das Lob an. Sie müssen nicht überheblich werden. Aber die Freude, etwas Gutes geschaffen zu haben, ist die Freude und der Sinn des Lebens selbst.  Zeigen Sie Ihren Anhängern diese Freude.  Nehmen Sie das Lob und geben Sie im Austausch die Überzeugung zurück, dass jeder Ihrer Schüler diese Freude auch erlangen kann. Dann wird Ihr Publikum Sie umso lieber anerkennen.

Wenn Sie lange genug auf dieser Welle der Freude schwimmen und Ihre Idee viele andere Menschen erreicht hat, dann bekommen Sie vielleicht den Oskar für Ihr Lebenswerk, um den derzeit bekanntesten Preis der Welt zu nennen.  Jede Gruppe von Gleichgesinnten verteilt solche Lebenswerk-Preise, mögen sie nun Nobelpreis, Pulitzerpreis, Ehrendoktorat oder Ehrenpräsidentschaft heißen.  Überlegen Sie schon mal, wie der Oskar für Ihr Lebenswerk aussehen könnte.  Genießen Sie schon jetzt die Freude, die Sie haben werden, wenn Sie ihn dereinst als alter weiser Mensch überreicht bekommen.  Feiern Sie jährlich schon jetzt ein Erntedankfest für die Segnungen und Freuden Ihres Lebens, so lange bis sich Ihr Ehrenoskar tatsächlich einstellt.

 

Resümee ziehen

 

Was bleibt zu tun, wenn alles getan ist?

Ziehen Sie Resümee. Sie sind den Weg Ihrer Idee bis zum Ende gegangen.  Sie haben alles erlebt und erreicht, was diese Idee verkörpert.  Sie sind einmal rund um die Welt Ihrer Idee gefahren und der Kreis schließt sich jetzt zu einem runden Ganzen.  Auf diesem Weg haben sich alle Aspekte herauskristallisiert, die es für die Verwirklichung dieser Idee braucht. Nun ist diese eine Wirklichkeit, die Sie wie einen Diamanten in Händen halten. Behalten Sie diesen Diamanten so lange Sie wollen und solange Ihr fertiges Werk Sie fasziniert.

Dann kann es aber sein, dass Ihre Hände nach einer nächsten Idee greifen wollen.  Hängen Sie dann Ihren Diamanten an die Kette Ihres Lebens, die um Ihren Hals hängt.  Die Edelsteine der Eigenschaften, die Sie bereits erworben haben, schmücken Ihren Hals und machen Ihren Wert für alle sichtbar.

Ihre Hände aber wollen wieder etwas tun.  Eine Idee, die zu Ende gelebt ist, braucht man nicht mehr zu bearbeiten und manchmal löst man sich dann langsam davon.  Wenn Sie bis zum Erfolg und lange genug mit einer Idee verschmolzen waren, können Sie zum nächsten Thema weiter gehen, um wieder neu belebt zu werden.

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