Weihnachtsstress? Nein, danke!

Ein paar Ratschläge, diesmal besonders für die Dame des Hauses, damit die verbleibenden Tage nicht allzu turbulent und chaotisch werden.

To-do-Liste mit Prioritäten

Machen Sie sich eine Liste, was noch zu tun ist und ordnen Sie diese nach Dringlichkeit. Pakete und Post gehören bald auf das Postamt, damit sie noch bis zum 24.12. rechtzeitig ankommen. Mails, SMS und Anrufe lassen sich immer erledigen, handgeschriebene Post braucht ihre Zeit. Besonders Kinder sind traurig, wenn ein Paket erst nach Weihnachten kommt. Schließlich wurde es ja als Weihnachtsgeschenk erwartet.

Frau am Adventmarkt im Weihnachtsstress

Keine Koch-Experimente

Kochen Sie Speisen, bei denen Sie wissen, dass sie gelingen. Warum etwas ausprobieren, dass man noch nie gemacht hat? Wenn man eh schon unter Stress steht und noch so viele Dinge zu erledigen hat? Sie brauchen weder Familie noch Gäste mit exotischen Gerichten beeindrucken, von denen man selbst nicht weiß, wie sie schmecken. Bleiben Sie traditionell – bei Bratwürsteln mit Sauerkraut kann nicht viel schiefgehen. Oder beim Schnitzel/Schweinsbraten, denn Sie schon x-Mal zubereitet haben. Verzichten Sie auf Kaviar-Mousse, Kaktus-Sorbet, Meeresfrüchte-Carpaccio etc., außer Sie wissen genau, wie das Gericht funktioniert. In vielen Haushalten hing schon der Segen schief, weil das Essen nicht geschmeckt hat. Liebe geht bekanntlich durch den Magen!

Der große Weihnachtseinkauf

Kaufen Sie keine Unmengen an Lebensmitteln ein! Sie besitzen bestimmt eine Kühltruhe, die gut gefüllt ist. Wenn einmal ein paar Tage die Geschäfte zu sind, heißt das noch lange nicht, dass jetzt alle verhungern. Aus Erfahrung weiß man, dass wir Menschen zum Horten neigen und immer viel zu viel einkaufen. Außerdem will man gar nicht die Festtage über immer zu viel essen, die Waage ist nicht gnädig und mit dem Vorsatz, im neuen Jahr abzunehmen, ist das auch so eine Sache. Dann doch lieber vorher nicht „fressen“ bis nichts mehr geht – nur weil Weihnachten ist! Der Gesundheit tut es außerdem gut, wenn der Magen nicht so prall gefüllt wird. Und wenn Sie schon einen Feiertags-Festtagsschmaus-Marathon hinlegen müssen (weil sonst Großeltern, Onkeln und Tanten beleidigt sind), dann gönnen Sie Ihrem Magen anschließend mit einem Suppentag Erholung, mit Salat oder leichter Kost. Er wird es Ihnen danken!

Christbaumaufputz

Stellen Sie den Christbaum doch einen Tag früher auf (außer Sie haben kleine Kinder, da muss er natürlich vom Christkind gebracht werden und darf noch nicht in der Wohnung sein). Er breitet so seine Äste schön aus und kann trocknen. Sind die Kinder bereits größer, lassen Sie sich beim Schmücken helfen. Ein gemeinsamer Aufputz bringt Weihnachtsfreude nahe und nach vollendeter Tat freuen sich gleich alle gemeinsam.

Geschenk in Händen zu Weihnachten

Einmal Backen ist genug

Sie haben Ihre Kekse gebacken und sie wurden bereits zum Großteil verspeist. Na und? Sie schmecken im Advent eben am besten. Machen Sie sich nicht den Stress und backen noch sämtliche Sorten nach. Die Besucher haben sich meistens schon satt gegessen und können oft keine Kekse mehr sehen. Oder sie kaufen eine gute Packung vom Christkindlmarkt. Dort wird das Geld für Vanillekipferl & Co oft für einen guten Zweck gespendet.

Weihnachtsputz

Weihnachtsputz? Sie putzen doch immer! Wozu soll jetzt alles noch mehr funkeln und strahlen? Gönnen Sie sich lieber eine Tasse guten Kaffee mit einer Freundin oder einen (einen!) Bratapfelpunsch am Glühweinstand bei einem netten Gespräch. Und falls doch ein ziemliches Chaos droht, dann spannen Sie die liebe Familie ein. Kinder können durchaus ihr Zimmer aufräumen, den Staubsauger betätigen oder Wäsche aufhängen. Ehemänner natürlich auch!

Geschenke in letzter Minute

Fehlen Ihnen noch Geschenke? Dann schenken Sie Zeit! Ein handgeschriebener Gutschein mit einer Einladung zum Essen, für einen Ausflug ins Grüne, für einen Theaterbesuch. Oder schenken Sie einen Block mit kleinen Abrissstreifen – für einen gemeinsamen Einkaufsbummel, für einige Stunden im Park – Ihnen fällt bestimmt etwas ein. Und glauben Sie mir, Zeit ist eines der kostbarsten Geschenke, die man überhaupt geben kann. Sie ist nicht mit Geld und Gold aufzuwiegen.

Besuche im Altersheim

Besuchen Sie ältere Angehörige und Bekannte nicht nur zu Weihnachten im Alten- oder Pflegeheim, kommen Sie auch unter dem Jahr vorbei und die Freude darüber ist bei den Betroffenen riesig. Auch, wenn man vielleicht nicht immer erkannt wird, das Gefühl, dass jemand kommt, merken auch demente Menschen. Schenken Sie Ihnen Freude, die im Augenblick gelebt wird. Wir werden alle älter!

Zu guter Letzt

Auch wenn Sie alle Ratschläge beherzigen weiß ich aus Erfahrung, dass immer noch was zu tun bleibt. Atmen Sie durch, schauen Sie ein paar Minuten auf die Kerzen des Adventkranzes, trinken Sie eine Tasse Tee und denken Sie daran, alles wird gut über die Bühne gehen!

Ich wünsche Ihnen frohe, entspannte und friedliche Weihnachten!

Weihnachtsstress? Nein, danke!
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