Krankheitsprävention

Ganz nach dem Motte „Vorbeugen ist besser als heilen“, befasst sich die Präventivmedizin und Krankheitsprävention damit gar nicht erst krank zu werden. Prävention kommt aus dem lateinischen und bedeutet (lateinisch „praevenire„) zuvorkommen bzw. verhüten. Hände waschen wäre eine präventive Maßnahme in der Grippewelle gesund zu bleiben. Ist der Mensch erst einmal erkrankt spricht man von kurativer Behandlung. Kurativ kommt aus dem lateinischen („curare„) und bedeutet heilen. Neben der Krankheitsprävention spricht man auch oft von der Gesundheitsförderung.

Schild Händewaschen

Seit Menschengedenken beschäftigt sich die Medizin mit der Heilung von Krankheiten und Gebrechen, früher beschränkte sich dies aber fast ausschließlich auf die Heilung. Seit einem wesentlich kürzeren Zeitraum wird immer mehr Fokus auf die Prävention gelegt. Auch den Krankenkassen ist mittlerweile bewusst wie wichtig Prävention und früherkennung von Krankheiten ist, auch wenn die die Kassen eher wirtschaftlich getrieben werden. Aus wirtschaftlicher sich ist es besser bzw. günstiger eine Krankheit nicht zu bekommen, als eine Krankheit auszuheilen.

Krankheitsprävention

Die Prävention in der Gesundheit ist keine rein medizinische Aufgabe. Es spielen hier auch viele andere Fachgebiete wie Psychologie, Soziologie und Pädagogik eine große Rolle. Da Gesundheit ein ganzheitliches Thema ist, kann selbst das Wohlbefinden und die eigene Einstellung einen Einfluss auf den Gesundheitszustand haben. Die Krankheitsprävention ist ein sehr langfristig angelegter Prozess bzw. Vorgang.

Durch das Anheben bzw. Hochhalten der Lebensqualität können Erkrankungen und Leiden vermieden werden. Die Vorbeugung verschiedener Krankheiten macht nicht nur für den Patienten Sinn,  sondern auch aus ökonomischer bzw. wirtschaftlicher Sicht ist in vielen Fällen die Prävention noch die günstigste Lösung.

Durch den Gesetzgeber und die Gesundheitsorganisationen gibt es folgende Ansätze:

  • Die Bevölkerung muss auf die Wichtigkeit der Gesundheit sensibilisiert werden. Jeder sollte aus eigener Motivation daran interessiert sein die eigene Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Gesundheitsschädliche Verhalten sollten auf ein Minimum  reduziert werden,
  • Der Gesetzgebers kann mit Hilfe von Gesetzen und Vorschriften, sowie entsprechenden Sanktionsmaßnahmen, präventives Verhalten durchsetzen.
  • Wirtschaftliche Anreiz- oder Bestrafungssysteme, mit denen das Verhalten des Einzelnen beeinflusst wird.

Primärprävention

Unter Primärprävention versteht man die schulische Bildung zum Thema Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung oder Suchtprävention. In der Schule sollten die Wichtigkeit der Bewegung und Mobilität in Fächer wie Sport bzw. Leibesübung fix integriert werden. Das Themen Ernährung, Verdauung und Stoffwechsel sollten ein fester Bestandteil des Biologie Unterrichts sein. Da in den letzten Jahren auch ein Anstieg von psychischen Erkrankungen wie Burnout und Depression zu verzeichnen sind, sollte bereit darauf aufmerksam gemacht werden. Wenn man die Anzeichen einer drohenden Depression an sich oder einem Familienmitglied erkennt, können diese Probleme oft noch im Keim erstickt werden. Auch der erhöhte konsum von Alkohol und Tabak bei unseren Jugendlichen zeigt das Suchtprävention ganz wichtig ist. Wichtig ist, dass der Umgang mit Volksdrogen kein Tabuthema sein soll.

Auch Impfungen werden häufig zur Primärprävention gezählt (teilweise auch zur Sekundärprävention).

Weltkugel mit Spritze, Impfung

Vorbeugende Maßnahmen

Wir haben einige einfache und wichtige Maßnahmen zu Vorbeugung von Erkrankungen für Sie vorbereitet. Die folgenden Punkte beziehen sich nicht auf einzelne Erkrankungen sondern sollten den Gesamtzustand heben.

  • Führen Sie einen positiven, stressfreien Lebensstil!
    Wir wissen natürlich das man im Alltag neben Job und Kinder auch noch weitere Stressfaktoren hat. Hierbei empfiehlt es sich morgens das Stresslevel möglichst gering zu halten und versuchen den Tag gelassen zu starten. Stehen Sie also rechtzeitig auf und gehen Sie in Ruhe ihren Morgenritualen nach.
  • Halten Sie sich fit!
    Achten Sie auf ausreichende Bewegung und Sport. Selbst spazieren gehen ist besser als sitzen. Sport ist nicht nur eine physische Maßnahme in Form zu bleiben, sondern kann den Hormonhaushalt verbessern und man wird sich spürbar besser fühlen.
  • Essen Sie gesund!
    Leider wird es nichts bringen Ihnen zu erzählen das Sie keinen Schweinsbraten essen sollen und die Finger weg vom Alkohol zu lassen. Nach unserer Erfahrung funktioniert dies nicht. Versuchen Sie sich 5-6 Tage die Woche gut zu ernähren. Essen Sie 1 – 3 Stück Obst oder Gemüse am Tag, dann fällt es auch leichter weniger unnütze Lebensmittel zu essen.

 Prävention durch Ernährung

Die Ernährung spielt eine große Rolle in der Gesundheit. Hier sollte man weniger auf die „Dos and Don’ts“ in der Ernährung, die gesunde Mischung macht es. Achten Sie auf ihren Körper! Es gibt natürlich Lebensmittel die man grundsätzlich meiden sollte, bei vielen anderen kann aber auch die Verträglichkeit zu beachten sein. Fühlen Sie sich wohl nachdem Sie Pizza oder Weizen Produkte zu sich genommen haben? Sind Sie motiviert und aufmerksam wenn Sie in der Mittagspause ein großes Schnitzel gegessen haben? Hören Sie auf ihren Körper.

Prävention durch Sport, Bewegung und Fitness

Der menschliche Körper ist dazu gemacht sich zu bewegen und körperliche Arbeiten zu verrichten. Wie bei einem Auto kann es auch beim Menschen zu Standschäden kommen. Durch langes sitzen und mangelnder Bewegung kann die Durchblutung gestört werden.

Machen Sie 2 – 3 mal die Woche Sport, wie Cardio-Training, leichtes Krafttraining, Fahrrad fahren oder ähnliches. Finden Sie die passende Bewegungsform für sich. Versuchen Sie auch Bewegung in ihren Alltag ein zu bauen wie zum Beispiel: die Verwendung der Treppe anstelle des Fahrstuhls, parken Sie etwas vom Ziel entfernt und gehen Sie die letzten Meter zum Ziel, fahren Sie mir dem Fahrrad zur Arbeit. Wenn Sie Beispielsweise 10 Minuten mit dem Auto in die Arbeit fahren, dann könnten Sie einfach 20 Minuten Fahrzeit mit dem Rad auf sich nehmen. Somit können Sie eigentlich aus 10 Minuten Mehraufwand eine Gewinn von 20 Minuten raus holen!

Gesundheit ist ihr wichtigstes Gut, schützen Sie es!

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