Erdbeeren – Klein, aber oho!

Frische Erdbeeren in einem Kübel„Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund“ – kennen Sie diese Zeilen? Sie werden entweder dem französischen Dichter Francois Villon (1431 – 1464) zugeschrieben oder stammen von Paul Zech, der 1930 ein Büchlein mit Texten nach F. Villon herausgegeben hat (lt. Wikipedia).

Bekannt wurde diese Ballade aber durch den außergewöhnlichen und exzentrischen Schauspieler Klaus Kinski, der eine Platte mit dem Text aufnahm und seine Biographie unter dem gleichen Titel herausbrachte.

Aber darum geht es hier ja gar nicht, sondern um die süßen roten Früchte, die bereits seit ein paar Wochen munter aus den Körbchen leuchten. Noch sind es leider keine einheimischen Erdbeeren, da dauert es noch ein Weilchen bis zur Pflücksaison.

Erdbeeren – wie gut sind sie wirklich?

Für gewöhnlich bevorzuge ich Ware aus Österreich, aber bei Erdbeeren kann ich einfach nicht mehr länger warten! Sobald ich die roten Früchte sehe und sie einen Duft verströmen (Erdbeeren die nur rot sind aber nicht duften, schmecken nach nichts) muss ich sie haben! Sie reifen meistens in den Glashäusern von Marokko, Spanien oder Italien heran und sind so ca. ab März in allen Obstregalen zu finden.

Da ich aufgrund von einer Kreuzallergie kein Steinobst essen kann, freue ich mich schon sehr auf die roten Muntermacher, die nicht nur gut schmecken, sondern auch sehr gesund sind und die Waage nicht belasten.

Die kleinen Vitaminbomben haben nicht nur einen großen Anteil an Vitamin C, sondern auch Folsäure, Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium und Salycylsäure im Gepäck. Sie stärken Herz, Muskeln und das Gehirn, helfen bei Gicht und Rheuma. Toll, oder? Auch Diabetiker können sie getrost verspeisen, da sie die Insulinausschüttung positiv beeinflussen und sogar bei Übergewicht helfen können. Das Wundermittel „Erdbeere“ bekämpft sogar Krebszellen, wie mehrfache Studien schon bewiesen haben. Ein richtiges Allroundtalent diese Erdbeere!

Erdbeeren sind Schlankmacher, da sie zu 90 % aus Wasser bestehen. Welches Nahrungsmittel kann das schon von sich sagen? Hemmungsloses Naschen ist somit erlaubt, von Erdbeeren ohne Vanilleeis, Schlagsahne und Schokolade, versteht sich. Mit diesen „Beigaben“ sind sie nicht mehr so kalorienarm als ohne – wenn auch sehr, sehr gut!

Am besten schmecken sie frisch gleich von der Hand in den Mund, das Selberpflücken hat was. Eine Beere ins Körbchen, eine in den Mund. Komisch, bei manchen ist am Ende fast nichts im Körbchen. Wo die wohl alle hingekommen sind? Besonders Kindern macht das Pflücken und Essen Spaß und sie freuen sich über das Lob der Eltern, wenn sie so brav bei der Ernte mitgeholfen haben.

Frische Erdbeeren vom Markt

Beliebtheit

Die eigentlichen Früchte sind die kleinen gelben Nüsschen bzw. Samen auf dem roten Hintergrund. Daher gehört die Erdbeere zu den Sammelnussfrüchten.
Angeblich wurden bereits in der Steinzeit Erdbeeren gesammelt und vor allem im Mittelalter erfreuten sie sich großer Beliebtheit. Heutzutage werden sie weltweit angebaut und genossen.

Haben Sie gewusst, dass es angeblich schon über 1000 Sorten der roten Früchte gibt? Sie werden in früh reifende bis spät reifende Beeren eingeteilt. Die kleinen Monatserdbeeren gibt es das ganze Jahr über. Erdbeeren kann man fast überall kaufen und natürlich auch im eigenen Garten anbauen. Sogar am Balkon lässt sich ein Topf mit Hängeerdbeeren unterbringen. Früchte aus dem eigenen Anbau sind immer ein Erlebnis. Wie werden sie wohl schmecken, wann werden sie reif? Wer sieht die erste rote Frucht?

Nicht immer sind die großen Erdbeeren auch die süßesten. Besonders intensiv schmecken oft kleinere Exemplare. Ein besonderes Geschmackserlebnis bieten die dunkelroten Walderdbeeren, da kommen Gaumenfreuden auf! Und allein schon das Aroma ist unvergleichlich.

Was macht man aus Erdbeeren?

Frisch sind Erdbeeren am besten und gesündesten. Lange Transportzeiten oder Lagerungen tun den druckempfindlichen Beeren nicht gut. Im Kühlschrank bleiben sie ca. 1 – 2 Tage. Erdbeeren lassen sich prima einfrieren, allerdings bekommen Sie keine knackigen Früchte nach dem Auftauen. Diese eignen sich besser für Cremes oder Erdbeerschaum. Marmeladeliebhaber werden sich sicher einen Vorrat an köstlicher Erdbeermarmelade anlegen, um das ganze Jahr über Freude am Frühstückstisch zu ernten. Hervorragend schmecken auch Erdbeertorten, Erdbeerknödel, Erdbeerbowle, Erdbeersmoothies, Erdbeereis…

Haben Sie schon einmal Erdbeeren mit frischgemahlenem Pfeffer probiert? Einfach köstlich!

Wenn die Erdbeeren nicht mehr ganz so makellos sind, dann ist die Verarbeitung zu Erdbeerschaum eine gute Alternative.

Rezept Erdbeerschaum – kinderleicht!

ZUTATEN

500 g Erdbeeren
1 Eiklar
(wenig Obers, kann aber muss nicht sein)
Zucker nach Bedarf

Erdbeeren in kleinere Stücke schneiden, Eiklar, Zucker (und Obers oder nicht) dazugeben, alles mit dem Mixstab pürieren und fertig ist ein köstliches, gesundes und ohne Aufwand hergestelltes Dessert! Verzieren können Sie es mit einem Tupfer Schlagsahne und einer frischen Erdbeere.

Hier finden Sie ein köstliches Rezept für Erdbeertarte mit walnuss Streusel

Zum Abschluss ein blöder Witz

Warum laufen Blondinen fast hüllenlos durch den Garten? Damit die Erdbeeren rot werden!

Ich habe ja gesagt, dass er blöd ist!

Guten Appetit wünscht Ihre ehemals blonde Bloggerin!

Erdbeeren – Klein, aber oho!
4.7 (93.33%) 3 votes

Kommentare