ÖAPG - Österreichische Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation

Pressestimmen 2008

  • Pressespiegel Salzburger Landeskliniken - 14.07.2008

    Vorsorge
    Viele weiße Flecken hat Österreichs Präventionslandkarte. Vorsorge-Angebote sollen jetzt besser vernetzt werden.
    In einer Untersuchung der vor Kurzem gegründeten „Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation" (ÖAPG) soll das vorsorgemedizinische und gesundheitsfördernde Angebot in Österreich evaluiert werden. Die ersten Ergebnisse des auf zwei Jahre anberaumten Projekts liegen bereits vor.
    So zeigte sich die Verteilung der Projekte über die Bundesländer relativ ausgeglichen, in Wien und Niederösterreich gibt es aber die meisten Angebote, Schlusslichter sind Burgenland, Tirol und Vorarlberg. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf Bewegungsprogrammen, Ernährung folgt auf Platz zwei. Am häufigsten werden Senioren angesprochen, bei Klein- und Vorschulkindern wird jedoch deutlich zu wenig angeboten.

    Für den Sozialmediziner Univ.-Prof. Michael Kunze heißt das, es müsse eine „lebensabschnitts-begleitende Präventivmedizin" entwickelt werden. Gerade bei Fünfjährigen könnte eine verpflichtende Vorsorgeuntersuchung bestehende Entwicklungsdefizite noch ausgleichen. „Die gibt es aber nicht und nicht selten ist dann erst bei der Musterung ersichtlich, was in den letzen 18 Lebensjahren versäumt wurde", betont ÖAPG-Präsident Univ.-Doz. Karl Sablik. „Offensichtlich gibt es auch Themen, die die Leute sehr interessieren, etwa Ernährung. Influenza scheinbar nicht, wie die Impfraten zeigen", so Kunze.

    Impfmuffel
    Die Präventivlandkarte zeigt massive Lücken in Sachen Grippe-Vorsorge auf: Nur 18 Prozent lassen sich gegen diese mitunter lebensbedroliche Erkrankung impfen. Zum Vergleich: Bei der FSME sind es immerhin 88 Prozent.
    „Es gibt Unmengen an Präventionsprogrammen in ganz Österreich", sagt Robert Schlögel vom Gesundheitsministerium. „Das Problem dabei ist die jeweilige Definition und der Nutzen. Wenn man wüsste, wer was wie lange macht, wäre das wünschenswert." Eine frei zugängliche Info-Datenbank aller laufenden Projekte wäre „sehr hilfreich". Die will die ÖAPG jetzt ebenfalls erarbeiten. Brigitte John-Reiter von der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin (AAM) fordert für alle Bevölkerungsgruppen mehr Präventionsprogramme im Bereich der psychischen Gesundheit.

    http://www.presse-online.at/salk/show_article_archiv.php?article_id=43929


  • IZA - Sicherheit und Gesundheit - 14.07.2008

    Für jedes Alter ein Programm
    In einer Untersuchung der vor Kurzem gegründeten "Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation" (ÖAPG) soll das vorsorgemedizinische und gesundheitsfördernde Angebot in Österreich evaluiert werden. Die ersten Ergebnisse des auf zwei Jahre anberaumten Projekts liegen bereits vor.

    http://www.izach.ch/


  • ÖÄZ Österreichische Ärztezeitung - Ausgabe 11/2008

    Neue Kooperation in Sachen Prävention
    Mit dem Ziel einer neuen Kooperation auf dem Gebiet der Präventivmedizin und der Gesundheitskommunikation wurde kürzlich die Österreichische Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation (ÖAPG) gegründet. Gründungsmitglieder sind neben der Österreichischen Ärztekammer und der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin auch das Gesundheitsministerium, die Donauuniversität Krems und die Niederösterreichische Landesakademie.
    „Heilen, Pflegen, Rehabilitieren und die Prävention müssen in der Medizin auf einer Stufe stehen“, sagte der Präsident der neuen Akademie ÖAPG Univ. Doz. Karl Sablik bei der Vorstellung der ÖAPG. Und: „So wollen wir alle gemeinsam daran mitwirken, dass die Menschen möglichst lang möglichst gesund bleiben.“

    Die ÖAPG sieht sich als Netzwerkknotenpunkt und Forum für Forschungs-, Bildungs- und Beratungsinstitutionen zum Thema Prävention und Gesundheitskommunikation. Ein besonderes Augenmerk wird sie auf den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis legen. Die Leistungen werden durch wissenschaftliche Mitarbeiter und ein Netz von nationalen und internationalen externen Experten erbracht, die je nach Bedarf zur Mitarbeit eingeladen werden. Finanziert wird die ÖAPG, die als Verein geführt wird, über Mitgliedsbeiträge, aber auch über Projekte und Auftragsforschung.
    Derzeit in Arbeit ist eine so genannte Präventivlandkarte, für die bestehende Gesundheitsstrukturen und –angebote in Österreich erfasst werden. Die Karte soll die Basis für eine Harmonisierung oder Entwicklung von Präventionsangeboten bilden. Andere Vorhaben sind die Veranstaltung eines Symposiums mit dem Titel „Sprechen Sie Gesundheit?“, bei dem es um Möglichkeiten der Optimierung der Kommunikation im Gesundheitswesen gehen soll, die Verleihung eines Präventivpreises und im Jahr 2009 die Veranstaltung der 1. Präventionsmesse Österreich.


  • Kurier – 14. Juli 2008

    Für jedes Alter ein Programm
    Viele weiße Flecken hat Österreichs Präventionslandkarte. Vorsorgeangebote sollen jetzt besser vernetzt werden.
    In einer Untersuchung der vor kurzem gegründeten „Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation“ (ÖAPG) soll das vorsorgemedizinische Angebot in Österreich evaluiert werden. Die ersten Ergebnisse des auf zwei Jahre anberaumten Projekts liegen bereits vor.
    So zeigte sich die Verteilung der Projekte über die Bundesländer relativ ausgeglichen, in Wien und Niederösterreich gibt es aber die meisten Angebote, Schlusslichter sind Burgenland, Tirol und Vorarlberg. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf Bewegungsprogrammen, Ernährung folgt auf Platz 2. Am häufigsten werden Senioren angesprochen, bei Klein- und Vorschulkindern wird jedoch deutlich zu wenig angeboten.

    Für den Sozialmediziner Univ.-Prof. Michael Kunze heisst das, es müsse eine "Lebensabschnittsbegleitende Präventivmedizin“ entwickelt werden. Gerade bei Fünfjährigen könnte eine verpflichtende Vorsorgeuntersuchung bestehende Entwicklungsdefizite noch ausgleichen. „Die gibt es aber nicht und nicht selten ist dann erst bei der Musterung ersichtlich, was in den letzten 18 Lebensjahren versäumt wurde“, betont ÖAPG-Präsident Univ.-Doz. Karl Sablik. „Offensichtlich gibt es auch Themen, die die Leute sehr interessieren, etwa Ernährung, Influenza scheinbar nicht, wie die Impfraten zeigen“, so Kunze.

    Impfmuffel
    Die Präventivlandkarte zeigt massive Lücken in Sachen Grippe-Vorsorge auf: Nur 18 % lassen sich gegen diese mitunter lebensbedrohliche Erkrankung impfen. Zum Vergleich: Bei der FSME sind es immerhin 88%.
    „Es gibt Unmengen an Präventionsprogrammen in ganz Österreich“, sagt Robert Schlögel vom Gesundheitsministerium. „Das Problem dabei ist die jeweilige Definition und der Nutzen. Wenn man wüsste, wer was wie lange macht, wäre das wünschenswert.“ Eine frei zugängliche Info-Datenbank aller laufenden Projekte wäre „sehr hilfreich“. Die will die ÖAPG ebenfalls erarbeiten.
    Brigitte John-Reiter von der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin (AAM) fordert für alle Bevölkerungsgruppen mehr Präventionsprogramme im Bereich der psychischen Gesundheit.


  • Medmix Ausgabe Juli 2008

    Gesundheitskommunikation und Präventivmedizin
    Zahlreiche Gesundheitskampagnen und -aktionen versuchen in der Bevölkerung das Gesundheitsbewusstsein zu stärken und Verhalten zu ändern. Mit der Gründung der Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation (ÖAPG) wurde ein Netzwerk gebildet, das sich umfassend mit Prävention und Gesundheitskommunikation befasst.

    Im Frühling präsentierte die ÖAPG die Präventionslandkarte, auf der Projekte der Gesundheits-Primärprävention dokumentiert werden. In die Landkarte werden nicht nur die einzelnen Programme aufgenommen, sondern auch die Netzwerke und Institutionen, die Präventionsprojekte anbieten. Dadurch soll sichtbar werden, auf welchen Gebieten und für welche Zielgruppen Präventionsprogramme bereits bestehen und wo es Handlungsbedarf gibt. So wurde z. B. sichtbar, dass es zwar viele Projekte für ältere Menschen gibt, die Zielgruppen der Ungeborenen, Kleinkinder und Kindergartenkinder wurden im Vergleich jedoch viel seltener angesprochen. Zwischen den Bundesländern gibt es eine relativ gleichmäßige Verteilung an Präventionsprogrammen, die inhaltlichen Schwerpunkte liegen vor allem im Bereich Bewegung. Durch diese Landkarte wird also der Ist-Zustand der Präventionsprojekte erhoben, auf deren Grundlage bestehende Projekte besser koordiniert bzw. neue Projekte entwickelt werden können.
    Die Mitglieder der ÖAPG (Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend, die Donau-Universität Krems, die NÖ Landesakademie, die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und die Österreichische Ärztekammer) setzen auf eine strategische Kooperation, um so Synergieeffekte in der Gesundheitsprävention zu nutzen. Vom 26. bis 28. November hält die ÖAPG in Zusammenarbeit mit der Alpen Adria Universität Klagenfurt das Symposium »Sprechen Sie Gesundheit: Kommunikation im Gesundheitswesen – Planung oder Zufall?« ab. Auf der Tagung wird es um die Fragen gehen, wie sich Bevölkerungsgesundheit gezielt beeinflussen lässt und wie Präventionsprogramme an die Bevölkerung gebracht werden können. Informationen hierzu sind auf der Homepage der ÖAPG zu finden.


  • Bezirksblätter Nr.27/02.07.2008

    Zur Sache
    Präventionslandkarte - Erste Ergebnisse der Präventionslandkarte zeigen, dass NÖ und Wien zahlenmäßig die meisten Aktivitäten setzen. Inhaltlich entfallen 30 Prozent auf Bewegungsprogramme, 5 Prozent Ernährung, je 8 Prozent Alkohol und Nikotin, 7 Prozent Drogen, 13 Prozent auf den psychosozialen Bereich.

    “Wir müssen reden” - über Gesundheit und Vorbeugung
    Kommunikation ist der Schlüssel zu präventiven Maßnahmen
    Die neu gegründete Österreichische Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation will im Gesundheitsbereich Einiges bewegen.

    Klosterneuburg (ag). “Die Prävention im Gesundheitsbereich ist in Österreich vom Baby über Kind bis zu Jugendlichen mäßig, das sind eher Zufallstreffer”, erklärt Mag. Brigitte John-Reiter, Vorstandsmitglied der ÖAPG. Ein paar wenige Maßnahmen in die richtige Richtung gäbe es in der Schule, hauptsächlich konzentriert auf den Bereich Ernährung. Bei den Männern habe man so etwas wie eine “Kontrolle” im Alter von 18 Jahren - wenn die Burschen zur Musterung müssen.

    Gesundheitliche Probleme nehmen zu
    Was sich daraus ergebe, so John-Reiter, sei keineswegs erfreulich. So ist die Zahl der Untauglichen enorm gestiegen, die Fettsucht bei 18jährigen hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt, Hörschäden kommen mehr als drei Mal so häufig vor. Störungen am Bewegungsapparat sind um fast die Hälfte angestiegen. Bei Berufstätigen haben die Umschulungen aus gesundheitlichen Gründen ebenfalls enorm zugenommen.

    Präventionslandkarte
    Die ÖAPG hat daher als erstes großes Projekt eine “Präventionslandkarte” für ganz Österreich erstellt. Ziel ist es, in einem Gesamtansatz Präventionsangebote für die Bevölkerung zu erarbeiten und somit das oberste gesundheitspolitische Ziel zu unterstützen, Menschen bis ins hohe Alter möglichst gesund zu erhalten.

    Status Quo
    Maßnahmen gibt es hauptsächlich für die Gruppe der Senioren (28 Prozent aller Angebote), inhaltlich beziehen sich beinahe ein Drittel der Präventionsprogramme auf die Förderung von Bewegung. Impfprogramme für weniger als zwei Prozent. Ein Mangel, so Prof. Dr. Michael Kunze: hier empfehle sich das Promoten von Impfungen, vor allem gegen Influenza. Die Grippe-Impfung wird in Österreich im Gegensatz zur FSME- (Zecken-) Impfung nur sehr schleppend angenommen.

    Bewusstseinsbildung
    In all diesen Bereichen will die ÖAPG zur Bewusstseinsbildung beitragen. “Neue Strukturen müssen her”, fordert John-Reiter. Für November 2008 wird daher gemeinsam mit Gesundheits- und KommunikationsexpertInnen ein Symposium zum Thema “Sprechen Sie Gesundheit” veranstaltet. Dort soll die Frage erörtert werden, wie Gesundheitsbotschaften vermittelt werden müssen, damit Präventionsmaßnahmen auch wirklich angenommen werden.


  • Gesund + Leben in Niederösterreich – 06/08

    Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation
    Prävention und Gesundheitskommunikation sind wichtige Themen für die Gesundheitspolitik der Zukunft. Deshalb gründeten Gesundheitsministerium, Donau-Universität Krems, NÖ Landesakademie, die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und die Österreichische Ärztekammer die ÖAPG, die Österreichische Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation. Diese sieht sich als innovative Forschungs-, Bildungs- und Beratungseinrichtung, die vorrangig in der Primärprävention tätig ist. Neben einem Kommunikationskonzept für eine erfolgreiche Impfprophylaxe sollen auch Kriterien erstellt werden, nach denen man messen kann, wie erfolgreich ein Präventionsprogramm ist. Univ. Doz. Dr. Karl Sablik von der NÖ Landesakademie ist Präsident der ÖAPG. Er fordert, dass Präventionsprogramme gesetzlich in der Gesundheitspolitik verankert werden.

  • St. Pölten Konkret – 6/2008, 5.06.2008

    Innovatives Projekt im Bereich Soziales und Gesundheit

    Prävention braucht Kommunikation!
    Das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend, die Donau-Universität Krems, die NÖ Landesakademie, die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und die Österreichische Ärztekammer werden in Zukunft auf dem Gebiet der Präventivmedizin und der Gesundheitskommunikation durch Gründung der Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation (ÖAPG) eng zusammenarbeiten. Die ÖAPG sieht sich als innovative Forschungs-, Bildungs- und Beratungseinrichtung, die vorrangig auf dem Gebiet der Primärprävention tätig ist. Sie ist jedoch auch Schnittstelle zur Sekundär- und Tertiärprävention bzw. Netzwerkknoten für Aktivitäten auf dem Gebiet der Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation.

    Die Präventionslandkarte Österreich
    Wie aus den Erhebungen zu ersehen ist, gibt es viele Angebote für ältere Menschen (28% aller Programme). Die Erhebung zeigt aber auch deutlich, dass das Angebot an Präventivmaßnahmen und Projekten zur Gesundheitsförderung für Ungeborene, Kleinkinder und Kindergartenkinder vergleichsweise gering ist. Das Resultat dieses Ungleichgewichtes lässt sich an den Stellungsuntersuchungen deutlich ablesen: Die diagnostizierte Fettsucht hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt, die Hörschäden haben sich mehr als verdreifacht, und die Steigerung bei Störungen des Bewegungsapparates liegt bei fast 50%. Wie aus den ersten Erhebungen zur „Präventionslandkarte Österreich“ weiters zu ersehen ist, wird nur bei 15% der Programme angegeben, ob eine Evaluierung durchgeführt wurde. Evaluierung bedeutet die Überprüfung der Effektivität einer Aktion z.B. hinsichtlich Reichweite/Beteiligung und Auswirkungen (z.B. erreichte Verhaltensänderung).

    Forderung des Präsidenten und des Vizepräsidenten
    Univ.-Doz. Dr. Karl Sablik, der Präsident der ÖAPG, fordert daher die gesetzliche Verankerung der Primärprävention als bedeutende Säule in der Gesundheitsvorsorge der österreichischen Bevölkerung. Die Installierung eines Präventionsgesetzes ist hierfür unumgänglich. Prof. Dr. Robert Schlögel vom Gesundheitsministerium, verweist auf die Wichtigkeit der Koordination und Harmonisierung von Präventionsaktivitäten.

    Weitere Aktivitäten der Akademie
    Während die FSME-Impfung von der Bevölkerung in einem hohen Maß in Anspruch genommen wird (88% der Österreicher sind zumindest einmal geimpft), ist die Durchdringungsrate der Influenza-Impfung im Gegensatz dazu sehr gering (sie liegt bei 12%). Daher wird im November 2008 gemeinsam mit namhaften Gesundheits- und KommunikationsexpertInnen, ein Symposium zum Thema “Sprechen Sie Gesundheit” veranstaltet. Weiters soll auf die Bedeutung der zielgruppenspezifischen Gesundheitskommunikation und auf die unterschiedlichen Settings (Arztordinationen, Krankenhäuser, Medien etc.) eingegangen werden.


  • Ärztemagazin – 22/2008, 29.05.2008

    Gesundheitsförderung – Kommunikation für die Vorsorge
    Die „Präventionslandkarte“ der Akademie für Präventivmedizin & Gesundheitskommunikation soll die Basis für gezieltere Maßnahme bilden.

    Präventionsaktivitäten gibt es in Österreich en masse. Univ.-Prof. Dr. Robert Schlögl, Vizepräsident der neu gegründeten „Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation“ (ÖAPG), verwies bei einer aktuellen Pressekonferenz in Wien jedoch auf die Wichtigkeit der Koordinierung und Harmonisierung der Angebote. „Durch Nutzung von Synergieeffekten in diesem Bereich kann verhindert werden, dass gleichzeitig ähnliche Programme laufen“, so der Vertreter des Gesundheitsministeriums. „Dadurch können enorme Einsparungspotenziale genutzt werden. Eine Datenbank, die alle Programme und Maßnahmen beinhaltet, wäre äußerst sinnvoll!“

    Projekte und Netzwerke.
    Einen ersten Schritt in diese Richtung hat die ÖAPG bereits mit einer „Präventionslandkarte Österreich“ gesetzt. „Diese erfasst und dokumentiert Beratungsangebote auf dem Gebiet der Primärprävention“, erklärt Projektleiter Dr. Stephan Koth. „Wir haben nicht nur die Programme und Projekte, sondern auch die auf dem Gebiet der Gesundheitsvorsorge tätigen Netzwerke, Institutionen etc. verzeichnet und ausgewertet. Dadurch werden inhaltliche, zielgruppenspezifische und geografische Potenziale offenbar.“
    Aus den Erhebungen zur Präventionslandkarte ist zum Beispiel ersichtlich, dass es viele Angebote für ältere Menschen (28% aller Programme) gibt; dass jedoch Projekte zur Gesundheitsförderung für Ungeborene, Kleinkinder und Kindergartenkinder vergleichsweise gering vertreten sind. „Das Resultat dieses Ungleichgewichts lässt sich an den Stellungsuntersuchungen deutlich ablesen“, gibt ÖAPGVorstandsmitglied Mag. Brigitte John-Reiter zu bedenken. „Die diagnostizierte Fettsucht hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt, die Hörschäden haben sich mehr als verdreifacht, und die Steigerung bei Störungen am Bewegungsapparat liegt bei fast 50 Prozent!“

    „Sprechen Sie gesund“.
    In Bezug auf die Inhalte der Präventionsprogramme liegt der Schwerpunkt mit 30 Prozent auf Bewegungsprogrammen. Impfprogramme sind mit nicht einmal zwei Prozent kaum vorhanden, sieht Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der ÖAPG, ein großes Manko. Es sei die Frage zu klären: Wie vermittelt man Gesundheitsbotschaften, damit die Präventionsmaßnahmen auch wirklich angenommen werden?
    „Die FSME-Impfung wird sehr gut angenommen, 88 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind zumindest einmal geimpft“, bringt Kunze ein Beispiel. „Gegen Influenza lassen sich hingegen nur zwölf Prozent der Bevölkerung impfen, obwohl sie die größere Gefahr für die Gesundheit darstellt.“ An diesem Beispiel sei die Untrennbarkeit von Prävention und Kommunikation deutlich zu erkennen, führt der Experte weiter aus. „Das Zusammenspiel von Medizinern und Kommunikationswissenschaftlern ist für eine erfolgreiche Gesundheitspolitik unabdingbar!“ Um Impfungen in Zukunft durch geeignete Methoden der Gesundheitskommunikation effektiver promoten zu können, will die ÖAPG im November 2009 gemeinsam mit namhaften Gesundheits- und Kommunikationsexperten zum Symposium „Spechen Sie Gesundheit“ laden. „Der Austausch von Ergebnissen und Erfahrungen mit internationalen Experten und die Präsentation von Best-Practice-Beispielen aus dem In- und Ausland sollen wesentliche Teile des Programms sein“, resümiert Univ.-Doz. Dr. Karl Sablik, Präsident der ÖAPG: „Als Ergebnis des Symposiums wird ein Kommunikationskonzept für eine erfolgreiche Impfprophylaxe entstehen, das in der Praxis, in der Beratung und in der Lehre eingesetzt werden kann.“

    Gesetzliche Verankerung.
    Ein weiterer wichtiger Punkt ist den Repräsentanten der ÖAPG die Evaluierung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Wie aus den ersten Erhebungen zur „Präventionslandkarte Österreich“ zu ersehen ist, wird nur bei 15 Prozent der Programme angegeben, ob eine Überprüfung hinsichtlich Reichweite/Beteiligung und Auswirkungen (z.B. Verhaltensänderung) durchgeführt worden ist.
    „Die Erstellung von verbindlichen Kriterien für eine transparente Messung der Effektivität von Präventionsprogrammen ist dringend erforderlich“, hält Sablik fest und fordert die gesetzliche Verankerung der Primärprävention – „als wichtige Säule in der Gesundheitsvorsorge der österreichischen Bevölkerung“.

    Mag. Karin Martin

    http://www.medizin-medien.at/

  • http://www.noe-lak.at/inh/presse/pr080527.htm - 27.05.2008

    Innovatives Projekt der NÖ Landesakademie, Bereich Soziales und Gesundheit

    Prävention braucht Kommunikation!
    Das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend, die Donau-Universität Krems, die NÖ Landesakademie, die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und die Österreichische Ärztekammer werden in Zukunft auf dem Gebiet der Präventivmedizin und der Gesundheitskommunikation eng zusammenarbeiten. Basis der strategischen Kooperation ist die Gründung der Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation (ÖAPG). Die ÖAPG sieht sich als innovative Forschungs-, Bildungs- und Beratungseinrichtung, die vorrangig auf dem Gebiet der Primärprävention tätig ist. Sie ist jedoch auch Schnittstelle zur Sekundär- und Tertiärprävention bzw. Netzwerkknoten für Aktivitäten auf dem Gebiet der Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation.

    Die Präventionslandkarte Österreich
    Das innovative Projekt, die “Präventionslandkarte Österreich” der ÖAPG zeigt deutlich auf, dass das Angebot an präventivmedizinischen und gesundheitsfördernden Aktivitäten in Österreich grundsätzlich sehr vielfältig ist.
    Wie aus den Erhebungen zur Präventionslandkarte zu ersehen ist, gibt es viele Angebote für ältere Menschen (28% aller Programme). Die Erhebung zeigt aber auch deutlich, dass das Angebot an Präventivmaßnahmen und Projekten zur Gesundheitsförderung für Ungeborene, Kleinkinder und Kindergartenkinder vergleichsweise gering ist.
    Das Resultat dieses Ungleichgewichtes lässt sich an den Stellungsuntersuchungen deutlich ablesen: Die diagnostizierte Fettsucht hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt, die Hörschäden haben sich mehr als verdreifacht, und die Steigerung bei Störungen des Bewegungsapparates liegt bei fast 50%.
    In Bezug auf die Inhalte der Präventionsprogramme liegt der Schwerpunkt mit 30% auf Bewegungsprogrammen. Impfprogramme sind mit nicht einmal 2% kaum vorhanden. Aus inhaltlicher Sicht empfiehlt sich das Promoten von Impfungen, in erster Linie gegen Influenza, durch geeignete Methoden der Gesundheitskommunikation.
    Wie aus den ersten Erhebungen zur „Präventionslandkarte Österreich“ weiters zu ersehen ist, wird nur bei 15% der Programme angegeben, ob eine Evaluierung durchgeführt wurde. Evaluierung bedeutet die Überprüfung der Effektivität einer Aktion z.B. hinsichtlich Reichweite/Beteiligung und Auswirkungen (z.B. erreichte Verhaltensänderung).
    Aus dem letztgenannten Punkt folgt, dass die Erstellung von verbindlichen Kriterien für eine transparente Messung der Effektivität von Präventionsprogrammen dringend erforderlich ist.

    Forderung des Präsidenten und des Vizepräsidenten
    Univ.-Doz. Dr. Karl Sablik, der Präsident der ÖAPG, fordert daher die gesetzliche Verankerung der Primärprävention als bedeutende Säule in der Gesundheitsvorsorge der österreichischen Bevölkerung. Die Installierung eines Präventionsgesetzes ist hierfür unumgänglich.
    Prof. Dr. Robert Schlögel vom Gesundheitsministerium, verweist auf die Wichtigkeit der Koordination und Harmonisierung von Präventionsaktivitäten. Durch Nutzung von Synergieeffekten in diesem Bereich könnte verhindert werden, dass ähnliche Programme gleichzeitig laufen. Dadurch können enorme Einsparungspotenziale genutzt werden. Eine Datenbank, die alle Programme und Maßnahmen beinhaltet, wäre daher äußerst sinnvoll.

    Weitere Aktivitäten der Akademie
    Während die FSME-Impfung von der Bevölkerung in einem hohen Maß in Anspruch genommen wird (88% der Österreicher sind zumindest einmal geimpft), ist die Durchdringungsrate der Influenza-Impfung im Gegensatz dazu sehr gering (sie liegt bei 12%). Es stellt sich also zwangsläufig die Frage, wie Gesundheitsbotschaften vermittelt werden müssen, damit Präventionsmaßnahmen auch wirklich angenommen werden. Daher wird im November 2009, gemeinsam mit namhaften Gesundheits- und KommunikationsexpertInnen, ein Symposium zum Thema “Sprechen Sie Gesundheit” veranstaltet. Anhand des Themas Impfprophylaxe soll dargestellt werden, wie die Gesundheit der Bevölkerung strategisch gesteuert werden kann und wie sich Präventionskonzepte gezielt umsetzen lassen.
    Weiters soll auf die Bedeutung der zielgruppenspezifischen Gesundheitskommunikation und auf die unterschiedlichen Settings (Arztordinationen, Krankenhäuser, Medien etc.) eingegangen werden. Weiters sollen noch neue Lehrgänge für im Gesundheitsbereich tätige Personen entwickelt und initiiert, sowie neue Erhebungen für die unterschiedlichen Bevölkerungsschichten durchgeführt werden.

    Rückfragehinweis:
    NÖ Landesakademie, Univ.-Doz. Dr. Karl Sablik, Tel. 02742/294 DW 17401, karl.sablik@noe-lak.at


  • Pressespiegel Hauptverband – Ausgabe 24.05.2008

    Akademie für Vorsorge gegründet
    Das Gesundheitsministerium, die Donau-Uni, die NÖ Landesakademie, die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin sowie die Ärztekammer Österreich wollen auf dem Gebiet der Präventivmedizin zusammenarbeiten und gründen dazu die Österreichische Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation (ÖAPG).


  • Format – Nr. 21, 23.05.2008

    Akademie für Vorsorge gegründet
    Das Gesundheitsministerium, die Donau-Uni, die NÖ Landesakademie, die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin sowie die Ärztekammer Österreich wollen auf dem Gebiet der Präventivmedizin zusammenarbeiten und gründen dazu die Österreichische Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation (ÖAPG). Das Präsidium setzt sich aus Präsident Karl Sablik, Vize Robert Schlögel und Michael Kunze als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats zusammen.


  • NÖN – Woche 22/2008

    Für die Prävention
    Forschung, Bildung und Beratung stehen im Zentrum der neu gegründeten Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation (ÖAPG). Vorrangiges Ziel ist, dass die Menschen möglichst lange gesund bleiben. Ein weiteres ist, bestehende Einrichtungen und Aktivitäten auf dem Gebiet der Prävention zu erfassen und harmonisieren.

    Mehr Angebote für Senioren als für Kleinkinder
    So beschäftigt sich ein laufendes ÖAPG-Projekt, die Präventivlandkarte Österreich, mit der Bestandsaufnahme aller präventivmedizinischen und gesundheitsfördernden Angeboten. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Verteilung der Aktivitäten sehr ausgewogen ist, NÖ und Wien aber die meisten haben. Der Großteil der Angebote richtet sich an ältere Menschen, kaum an Kleinkinder. Um den Ergebnissen der Stellungsuntersuchungen zufolge, hat sich bei den 18-Jährigen die Fettsucht in den letzten 20 Jahren verdoppelt und die Hörschäden verdreifacht.


  • Kronenzeitung – 20.05.2008

    Bessere Vorsorge für kranke Jugend
    Fettsucht bei 18-Jährigen hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt, Hörschäden haben sich gar verdreifacht! Erschreckende Ergebnisse der Stellungsuntersuchungen von Wehrpflichtigen. Die neu gegründete Österr. Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation möchte daher besonders bei der Vorsorge für Kinder und Jugendliche ansetzen.


  • OE 1 – Wissen aktuell – 19.05.2008

    Präventionsmedizin: Neue Ansätze gesucht
    Trotz aller Präventionsmaßnahmen hat sich die Fettsucht bei 18-Jährigen in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Es gibt zahlreiche derartige Beispiele, die zeigen, dass in der Präventionsmedizin neue Ansätze gefragt sind. Man hat bisher vielfach nicht die richtigen Konzepte gefunden, um bei den jeweiligen Zielgruppen tatsächlich eine Veränderung ihres "ungesunden" Lebensstils und ihrer "ungesunden" Ernährung zu erreichen. Die neu gegründete Akademie für Präventionsmedizin und Gesundheitskommunikation hat nun in einem ersten Arbeitsvorhaben versucht zu erfassen, welche präventivmedizinischen Maßnahmen und gesundheitsfördernden Aktivitäten in Österreich gesetzt werden, welche Zielgruppen dabei zu kurz kommen und inwieweit diese Aktivitäten auch evaluiert werden.

    Schwerpunkt liegt bei Bewegung und Senioren
    Diese ersten Daten zeigen allerdings bereits, dass das Schwergewicht der Präventionsmaßnahmen auf Bewegungsprogrammen liegt (30 Prozent aller Aktivitäten), dass sich fast ein Drittel der Programme an Senioren richtet und dass man Kleinkinder und Kindergartenkinder diesbezüglich ziemlich "vernachlässigt". Sie zeigen aber auch, dass nur etwa 15 Prozent der Programme hinsichtlich ihrer Effektivität überprüft werden.

    "Verbindliche Kriterien" gefordert ...
    Daraus leitet die Akademie für Präventionsmedizin und Gesundheitskommunikation die dringliche Forderung "nach verbindlichen Kriterien für eine transparente Messung der Effektivität von Präventionsprogrammen" ab.

    ... und Verhältnisprävention
    Und die Akademie wartet mit einem neuen Schlagwort, dem der "Verhältnisprävention" auf. Im Gegensatz zur Verhaltensprävention, wo es auf das Verhalten des Einzelnen ankomme, müssen in der Verhältnisprävention die Umgebungsum- oder zustände erfasst werden, die gesundheitliche Auswirkungen haben können, wie etwa ein ungesundes Arbeitsumfeld oder ungesunde Arbeitsbedingungen, erklärt Akademie-Geschäftsführerin Brigitte John-Reiter in Radio Österreich 1.
    Dieser Verhältnisprävention werde nach Brigitte John-Reiter nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in anderen Settings bisher zuwenig Augenmerk geschenkt - wie etwa in den Familien oder in den Schulen.

    Eveline Schütz, Ö1 Wissenschaft, 19.5.08

    http://science.orf.at/science/news/151562