ÖAPG - Österreichische Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation

Probleme, die wir lösen

  • Präventivmedizin wird von der Bevölkerung nicht angenommen!

    Unser derzeitiges Gesundheitssystem ist primär auf kurative ("Reparatur-") Medizin ausgerichtet. Präventivmedizin hat keinen vergleichbaren Stellenwert.

    Das Bewusstsein für frühzeitige, gesundheitsfördernde Maßnahmen fehlt in der Bevölkerung (z.B. bei Jugendlichen)! Der Gesundheitszustand der heranwachsenden Jugend verschlechtert sich massiv.

    „Mangelnde Bildung“, „krankmachende Schulen“, „verfehlter Lebensstil“ und die vermeintlich „selbstverständlich vorhandene Gesundheit“ führen dazu, dass anstatt präventiver Maßnahmen vor Ausbruch der Krankheit, kurative Maßnahmen erst im Nachhinein gesetzt werden.
    Der gesundheitspolitische Anreiz durch die öffentliche Hand und damit die Motivation zur Eigenverantwortlichkeit fehlt!

 

 DANACH
ist es zu spät für
DAVOR - wer denkt
mit 30
schon an 60?

  • Versorgungslücken in Lebensphasen behindern lebensbegleitende Prävention!

    Nur einem Teil der Bevölkerung ist eine setting-bezogene Präventivmedizin zugänglich (z.B. Arbeitsmedizin). Für viele Teile der Bevölkerung fehlt ein mit dem Alltagsleben zu vereinbarender Zugang zur Präventivmedizin (z.B. Hausfrauen, Pensionisten, Arbeitslose, etc.).

    Abbildung 1 (s. unten) zeigt die Versorgungslücken in entscheidenden Lebensphasen (etwa bei Jugendlichen beim Schulaustritt) aus präventivmedizinischer Sicht. Eine lückenlose, präventivmedizinische Versorgungslinie als Voraussetzung einer lebensbegleitenden Prävention fehlt!


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Abb. 1 - "Lebensphasenmodell“ der setting-spezifischen präventivmedizinischen Betreuung © ÖAPG


Die Unterscheidung in setting-spezifische und funktionelle Präventivmedizin wird in Abbildung 2 dargestellt. Dadurch wird aufgezeigt, welche medizinischen Fächer „Beiträge“ zu den Settings der unterschiedlichen Lebensphasen leisten.



 

Abb. 2 - Setting-spezifische und funktionelle Präventivmedizin © ÖAPG

  • Fehlende Vernetzung und Qualitätskontrolle behindern effiziente Prävention!

    In Österreich gibt es eine Vielzahl an Aktivitäten im Bereich der Präventivmedizin. Fehlende bundesweite Vernetzung und eine Vielzahl unkoordinierter Aktivitäten in der Präventivmedizin führen zu Doppelgleisigkeiten.

    Ohne Qualitätskontrolle der Präventionsaktivitäten gehen kostbare menschliche und finanzielle Ressourcen sowie persönliches Engagement verloren.

     
  • Veränderung der Gesprächskultur zwischen Vertretern der Gesundheitsberufe und Patienten dringend erforderlich!

    Während für Ärzte das ärztliche Gespräch eine Weitergabe an Fachinformation darstellt, ist es für Betroffene ein entscheidender Moment - mitunter der „lebensentscheidende“ Moment!

    Fachwissen für Laien verständlich zu formulieren und die Motivation, dieses Wissen mit Empathie zu vermitteln, ist Voraussetzung für einen vertrauensvollen Arzt-Patienten-Umgang.

    Nicht vorhandene "Compliance" verzögert den Heilungsprozess und erhöht indirekt die Behandlungskosten.

     
  • Misstrauen gegen derzeitige Informationsversorgung führt zu mangelnder Akzeptanz von Präventivmaßnahmen

    Anhand des Beispiels der H1N1-Impfung wird ersichtlich, dass verfehlte Gesundheitskommunikation wichtige Präventionsmaßnahmen in Frage stellt.

    Laut einer von der ÖAPG in Auftrag gegebenen Umfrage zum Thema H1N1-Impfung herrscht hohes Misstrauen gegen die derzeitige Informationsweise. 84 Prozent der Befragten lehnen die Panikmache im Zusammenhang mit der H1N1-Impfung ab.

    Angst schürende Kommunikation läuft dem Vorsorgegedanken zuwider, führt zur Ablehnung bei der Bevölkerung und stellt somit eine Gefahr für sinnvolle Präventivmaßnahmen dar!

 

Geben wir der Medizin eine neue Sprache: Sprechen wir Gesundheit!